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Schigebiete in Europa 2008/2009

Internationalen Preisvergleich von 100 Skigebieten

Sind Sie sportlicher Pistenfreak oder Genussfahrer? Soll Ihr Urlaubsort nahe gelegen sein oder nehmen Sie auch eine längere Anreise in Kauf? Hier finden Sie Angebote und Preise von Schigebieten in Österreich, Italien, Slowenien, Deutschland und Frankreich im Vergleich.

Preise für Schigebiete: Wir wollten wissen, wie viel für Schipässe in den Alpenstaaten Österreich Deutschland, Slowenien, Italien, Schweiz und Frankreich zu zahlen ist und was dafür geboten wird. Unter den für unsere Erhebung ausgewählten österreichischen Schigebieten sind solche mit zwanzig Pistenkilometern und weniger ebenso vertreten wie solche mit einigen Hundert Pistenkilometern.

Österreich, Frankreich, Schweiz, Italien, Deutschland

In Frankreich, der Schweiz, Italien und Deutschland haben wir vorrangig prominente, große Schigebiete, zusätzlich aber auch einige hierzulande wahrscheinlich weniger bekannte kleinere Gebiete ausgesucht. In Slowenien gibt es keine großen Schigebiete, das größte in unserer Erhebung umfasst 40 Pistenkilometer.

Preislich moderate Liftkarten

Die großen ausländischen Schigebiete können sinnvollerweise nur mit den größten österreichischen verglichen werden. Die Darstellung der kleineren Schigebiete zeigt, wie viel man sich ersparen kann, wenn man mit weniger Pistenkilometern das Auslangen findet. In jedem Fall aber haben wir herausgefiltert, in welchen Schigebieten es preislich moderate Liftkarten gibt beziehungsweise wo 6-Tage-Schipässe zu besonders günstigen Familienpaketen geschnürt werden.

Zwei Erwachsene, ein Jugendlicher, ein Kind

Die Familienpaket-Preise wurden beispielhaft für eine Familie bestehend aus zwei Erwachsenen, einem 16-jährigen Jugendlichen und einem 9-jährigen Kind für 6 Tage berechnet – Familienermäßigungen und sonstige Rabatte sind dabei berücksichtigt. Bei allen Angaben handelt es sich um Anbieterauskünfte (Fragebogen bzw. Homepage), deren Richtigkeit wir natürlich nicht in jedem Fall garantieren können.

Top-Schigebiete: beim Preis Spitze

Es liegt auf der Hand: Wer sich auf den Pisten großer Top-Schigebiete austoben will, muss tief in die Tasche greifen. Dort, wo der legendäre französische Schirennläufer Jean-Claude Killy schon in seiner Jugend über die Hänge geflitzt ist, kosten die 6-Tage-Schipässe im Familienpaket 792,50 Euro. Ein stolzer Preis!

800 Euro in Val d´Isere

So teuer wie in dem nach dem Schistar benannten Pistenverbund Espace Killy, Val d’Isère (Frankreich), kommt das Familienpaket in keinem anderen Gebiet unserer Erhebung. Doch für so manchen Pistenfreak zählt Espace Killy mit seinen 300 Pistenkilometern auf bis zu 3500 Metern Seehöhe eben zu den Traumdestinationen schlechthin.

Französisch-Schweizer Schigebiet Portes du Soleil

Rang drei nimmt das französisch-schweizer Schigebiet Portes du Soleil ein. Hier werden wohl selbst konditionsstarke, sportliche Fahrer keine Piste zwei Mal fahren müssen. Mit 650 Pistenkilometern ist Portes du Soleil das größte Schigebiet unserer Erhebung. Die 6-Tage-Schipässe im Familienpaket kosten 734 Euro.

In unserem Ranking der zehn teuersten Schigebiete finden sich italienische, österreichische, französische und grenzüberschreitende (Frankreich/Schweiz, Italien/Frankreich) auch die heimischen Schi-Dorados Ski Arlberg und Sölden.

Madonna di Campiglio

Doch dass auch kleinere Gebiete preislich zumindest partiell (bei bestimmten Schipass-Kategorien) durchaus an die großen herankommen, zeigt das Beispiel Madonna di Campiglio (52 Pistenkilometer, Italien). Hier verteuern die Altersregelungen bei den Schipass-Tarifen den Winterurlaub für Familien erheblich: Wer älter als acht Jahre ist, zahlt den vollen Preis, und es gibt auch keine sonstige Familienermäßigung. Senioren werden allerdings Vergünstigungen gewährt. In unserem Ranking der teuersten Schigebiete besetzt Madonna di Campiglio Platz vier.

St. Moritz

Unter den Top Ten findet sich interessanterweise kein rein schweizerisches Schigebiet. Den höchsten Preis für das Familien-Skipaket in der Schweiz weist die Schiregion St. Moritz mit 644,50 Euro auf. Das liegt daran, dass die zum Teil recht hohen Preise für Erwachsene (221,50 Euro für einen 6-Tage-Schipass in St. Moritz – nur Courchevel in Frankreich liegt mit 225 Euro noch darüber) durch Familienrabatte stark gedämpft werden.

Erschwinglichere Alternativen

Für Familien, die im Schiurlaub zwar Wert auf eine große Pistenauswahl legen, aber dennoch nicht so viel für Liftkarten ausgeben wollen, gibt es preiswertere Alternativen. Dazu einige Beispiele: 279 Pistenkilometer bietet Österreichs größtes zusammenhängendes Schigebiet, „Wilder Kaiser-Brixental“ in Tirol. Hier kommen die 6-Tage-Karten im Familienpaket auf 599,50 Euro. Kaum mehr ist für die Schipässe im Schweizer Gebiet „Vier Täler“ (im Wallis) zu zahlen: Um 603,50 Euro kann die Familie unseres Rechenszenarios auf insgesamt 412 Pistenkilometern abfahren.

Günstiger: Flims/Laax/Falera (Schweiz)

Ebenfalls vergleichsweise günstige Schipässe gibt es im Schweizer Flims/Laax/Falera (Graubünden): Das Schigebiet umfasst 220 Pistenkilometer und bietet nicht nur Schiläufern ein breit gefächertes Angebot, sondern gilt vor allem auch unter Snowboardern als Top-Destination.

Pistenextras, wie zum Beispiel Funparkareal, Zeitstrecke, Buckelpiste, Tubingbahn, sind in den meisten großen Schigebieten ebenso Standard wie Freizeiteinrichtungen abseits der Pisten (z.B. Rodelbahnen). Aber auch in kleinen Gebieten findet sich in der Regel zumindest das eine oder andere Zusatzangebot auf und abseits der Piste.

Klein(er) und günstig: Postalm Arena

Wer vor allem günstig Schifahren will, kann ebenfalls unter etlichen Schigebieten wählen. Zwischen 285 und 339 Euro kostet das Familienpaket in den zehn preiswertesten Gebieten unserer Erhebung – allesamt in Österreich gelegen. Aber anders als in unseren Nachbarländern haben wir bei uns eben auch gezielt nach Gebieten mit moderaten Preisen gefahndet. Mehr als 22 Pistenkilometer hat übrigens keines.

Am preiswertesten: die Postalm Arena in Salzburg, von Strobl am Wolfgangsee auch per Gratisschibus zu erreichen. Hier kann unsere Familie um 285 Euro sechs Tage lang auf 20 Pistenkilometern abfahren. Tubingbahn, Langlaufloipe, Rodelbahn und Eislaufplatz runden das Angebot ab.

Königsberg und Glungezer

Mit 290 Euro für die 6-Tage-Karten im Familienpaket ist das Schifahren im niederösterreichischen Schigebiet Königsberg ebenfalls sehr preiswert. Urlaubern werden hier 14 Pistenkilometer, Funparkareal, Buckel- und Carvingpiste und abseits der Pisten Langlaufloipe sowie Eislaufplatz geboten.

Rang drei im Ranking der günstigsten Schigebiete nimmt der Tiroler Glungezer (Großraum Innsbruck) ein. Am Glungezer können Alpinschifahrer und Snowboarder auf insgesamt 21 Pistenkilometern sporteln. Zudem gibt es noch eine Rodelbahn und eine Langlaufloipe. Die 6-Tage-Schipässe im Familienpaket kosten 295,50 Euro.

Moderat: Gaissau-Hintersee, Axamer Lizum, Sulden

Wenn Ihnen eine etwas größere Pistenauswahl mehr zusagt: In unserer Erhebung finden sind viele Gebiete mit vierzig bis fünfzig Pistenkilometern, darunter auch etliche preislich moderate wie zum Beispiel Gaissau-Hintersee (Salzburg), Axamer Lizum (Tirol), aber etwa auch Sulden in Italien.

Noch ein Tipp zur Entlastung des Familienbudgets: In Schigebieten, die Teil eines Schiverbunds oder Schipools sind, gelten Mehrtagesschipässe (ab ein bis zwei Tagen) meistens automatisch für mehrere, mitunter auch weit voneinander entfernte Schigebiete. Die Option, in mehreren Gebieten fahren zu können, hat in der Regel ihren Preis. Wer sie nicht nutzt, bezahlt den höheren Preis umsonst. Durchforsten Sie vor dem Kauf gründlich die Schipass-Tarife. Vielleicht kommen in „Ihrem“ Schigebiet drei 2-Tages-Karten günstiger als der 6-Tage-Schipass … In eigenständigen Schigebieten zahlen Sie nur für die Lifte vor Ort.

Fast alle Schigebiete teurer geworden

Im Vergleich zum Vorjahr sind fast alle Schigebiete teurer geworden. Branchenkenner geben die durchschnittliche Steigerungsrate für heimische Schigebiete mit 3 bis 4 Prozent an, das liegt im Bereich der Inflationsrate. Das deckt sich auch mit unseren Erhebungen: Die häufigsten Steigerungsraten liegen zwischen 2,5 und 4,5 Prozent, mit Ausreißern bis zu 10 Prozent und darüber.

Kampf durch den Tarifdschungel

Damit Sie Ihre Schipässe zum individuell günstigsten Preis erhalten, brauchen Sie den Durchblick bei den Tarifen. Erkundigen Sie sich am besten schon von zu Hause aus, welche Ermäßigungen es gibt, und welche Unterlagen Sie vorweisen müssen, um eine Ermäßigung zu erhalten.

Nach Geburtsjahrgängen gestaffelt

In vielen Schigebieten sind die Schipasspreise nach Geburtsjahrgängen gestaffelt. Meistens gibt es Kinder- und Erwachsenentarife, oft auch Jugend- und Seniorentarife. Für die Jüngsten ist die Liftbenutzung (in Begleitung der Eltern bzw. von Erwachsenen) üblicherweise gratis. Ab sechs oder sieben Jahren ist meistens Schluss mit den Freifahrten. Bis zu welchem Alter ein Kind dann Anspruch auf den Kindertarif, ein Jugendlicher auf den Jugendtarif hat (sofern Letzterer überhaupt angeboten wird), ist verschieden. Wie auch immer die jeweilige Regelung aussieht: Das Alter ist beim Kartenkauf zu belegen, Ausweise also nicht vergessen! 

Spezielle Familienermäßigungen

Darüber hinaus gibt es oft noch spezielle Familienermäßigungen. Zum Beispiel in Form eines Paketpreises je nach Anzahl der gekauften Karten, oder – sofern eine bestimmte Anzahl von Schipässen gekauft wird – in Form von Freikarten für Kinder, oder einfach in Form allgemein reduzierter Tarife … In welcher Variante auch immer: Wenn Sie die gebotenen Ermäßigungen in Anspruch nehmen wollen, müssen Sie die Karten für alle Familienmitglieder auf einmal kaufen und die Zusammengehörigkeit unter Umständen amtlich – z.B. mit einem Familienpass oder Ihren Reisepässen und Meldezetteln – nachweisen.